oder

The End (2025)

Spielfilm mit Tilda Swinton über eine Familie, die sich in einer postapokalyptischen Welt seit Jahrzehnten in einem Bunker verschanzt.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Es ist 25 Jahre her, seit der Klimawandel die Erde ökologisch kollabieren ließ. Verheerende Brände wüten, die Zahl der Überlebenden sinkt. Eine wohlhabende Familie hatte sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht in einem Bunker und ihn gegen alle, die Einlass begehrten, verteidigt. Der Vater (Michael Shannon), ein ehemaliger Ölmagnat, lässt seine Memoiren von seinem erwachsenen Sohn (George MacKay), der im Bunker zur Welt kam, schreiben. Die Mutter (Tilda Swinton), eine ehemalige Balletttänzerin, kümmert sich um ihre umfangreiche Gemäldesammlung. Ihre Freundin (Bronagh Gallagher) kocht für alle, einen Arzt (Lennie James) und einen Butler (Tim McInnerny) gibt es auch.

Der Familie fehlt es an nichts und sie preist ihren Zusammenhalt. Die beinahe ungetrübte Harmonie gerät ins Wanken, als eines Tages das Mädchen (Moses Ingram) auftaucht und verzweifelt um Aufnahme bittet. Die junge Frau hat als einzige ihrer Familie überlebt. Der Sohn verliebt sich und beginnt, ihrem Beispiel folgend, Fragen an die Eltern zu stellen. Er glaubt deren Geschichten über ihr früheres Leben nicht mehr.

Bildergalerie zum Film "The End"

The EndThe EndThe End

Hier streamen


Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"The End“: Als Familie überleben

Die Familie gilt als Keimzelle der Gesellschaft, und wenn die Welt verrückt spielt oder gar wie hier zugrunde geht, kommt es erst recht auf ihren Zusammenhalt an. Weil sie einander haben, vertrauen die Menschen in "The End“ tief unter der Erde auf eine glorreiche Zukunft. Bis dahin leben sie einen geregelten Alltag, mit Feiern, Sport, gemeinsamen Mahlzeiten und stricken an ihren eigenen Legenden. Der Regisseur Joshua Oppenheimer ("The Act of Killing“) versteht seinen Spielfilm als "mahnende Erzählung“ über die menschliche Gewohnheit, sich die Realität schönzureden und sie umzuschreiben. Stilistisch wählte er die Form eines Musicals, das an den naiven, vertrauensvollen Optimismus der Hollywood-Klassiker von Vincente Minnelli oder Gene Kelly aus der Goldenen Ära des Genres erinnert.

Michael Shannon und Tilda Swinton

Die Figuren haben keine Namen. Michael Shannon überzeugt als verpeilt aussehender Vater, der als Ölmagnat in Indonesien wütete, sich aber eine Legende als Wohltäter strickt. Die nervöse Mutter, ebenfalls wunderbar besetzt mit Tilda Swinton, neigt zum Perfektionismus, duldet keinen Flecken im Haus, platziert die wertvollen Gemälde neu.
Alle Hoffnung der Eltern ruht auf dem von widersprüchlichen Gefühlen geplagten Sohn, der von George MacKay hervorragend gespielt wird. Er ist vollkommen abhängig von den Erzählungen der Eltern über die Welt, die er nicht kennt. Wenn er singt, wenn er nach der Ankunft des Mädchens beginnt, sich und die anderen neu zu betrachten, erhält der Film seine stärksten Szenen. Das von Schuldgefühlen geplagte Mädchen wundert sich über die angespannte Harmonie im Bunker, wo scheinbar alle so mit sich im Reinen sind.

Wackelige Harmonie im Bunker

Dieser Bunker, der wie ein herrschaftliches Anwesen anmutet, ist eine Schau mit seiner stilvollen Einrichtung, dem Pool, den dazugehörigen Gewächshäusern und Aquarien. Tritt die Familie aus ihren Räumen, steht sie in einem schier endlosen Stollen mit weißen Wänden. Diese Aufnahmen wurden in einem Salzbergwerk auf Sizilien gedreht.
Obwohl sich die gewollte Harmonie in dieser Gruppe zwischendurch ins Gegenteil verkehrt, mutet die Geschichte eigentümlich versöhnlich an. Ist es denn nicht gut und lobenswert, wie diese Menschen zusammenhalten? Hat es keinen Sinn, so zu leben, als sei die Zukunft nicht längst verspielt? Der spannende, sehr originelle Film regt zum Nachdenken an, weil er natürlich auch der heutigen Gesellschaft mit ihrer Vorliebe für das Private einen Spiegel vorhält.

Fazit: Die Familie, die in einem luxuriösen Bunker ein postapokalyptisches Dasein führt, scheint aus lauter Gutmenschen zu bestehen. Eine junge Frau, die um Aufnahme bittet, glaubt, dass sie als Einzige versagt hat und stellt mit ihren Fragen alles auf den Kopf. Tilda Swinton, Michael Shannon, George MacKay führen eine hervorragende Besetzung an, die ihre markanten Charaktere auch singen lässt. Der sehr originelle Spielfilm des Regisseurs Joshua Oppenheimer kreist mit gemischten Gefühlen um die menschliche Gewohnheit, sich eine Realität aus Geschichten zu erschaffen.




TrailerAlle "The End"-Trailer anzeigen

Zum Video: The End

Besetzung & Crew von "The End"

Land: Dänemark, Deutschland, Irland, Italien, Großbritannien, Schweden
Jahr: 2025
Genre: Drama, Fantasy
Länge: 149 Minuten
Kinostart: 27.03.2025
Regie: Joshua Oppenheimer
Darsteller: Tilda Swinton als Mutter, George MacKay als Sohn, Moses Ingram als Mädchen, Michael Shannon als Vater, Bronagh Gallagher als Freund
Kamera: Mikhail Krichman
Verleih: MUBI

Verknüpfungen zu "The End"Alle anzeigen





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.