
© Der Filmverleih GmbH
Ninotschka sucht den Frühling (1973)
Familienfilm aus der Deutschen Demokratischen Republik, in dem sich ein Mädchen mit einem Kurgast anfreundet.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung :
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Die kleine Nina (Catrin Hennig), die von allen nur Ninotschka gerufen wird, lebt mit ihrer Mutter Lusja (Ingrid Föhr), einer Krankenschwester, in einer Kurklinik in den idyllischen Bergen. Ihr einziger Spielkamerad ist der etwa gleichaltrige Waljerka (Andreas Schlarmann), der Ninotschka mit Vorliebe Streiche spielt, was wiederum Onkel Timofei (Harry Hindemith), das Faktotum der Einrichtung, zur Weißglut bringt.
Als mitten im verschneiten Winter ein neuer Kurgast (Jürgen Frohriep) eintrifft, den Ninotschka zunächst für einen russischen Kosmonauten hält, der sich dann aber als herzkranker Fliegermajor herausstellt, kommt Schwung in ihren Alltag. Allen ärztlichen Anweisungen zum Trotz wird der Major Ninotschka der Spielkamerad, der Waljerka nicht sein will. Doch die Anstrengungen fesseln ihn schließlich ans Bett. Er verspricht Ninotschka, bis zum nächsten Frühling durchzuhalten. Also macht sich Ninotschka gemeinsam mit Waljerka auf die Suche nach dem Frühling – und kommt dabei auf eine ausgefallene Idee.
Bildergalerie zum Film "Ninotschka sucht den Frühling"
Hier streamen
Filmkritik
"Ninotschka sucht den Frühling": Familienfilm im Schnee
In ihrer aktiven Zeit zählte die 1927 als Käthe-Ursula Becker geborene Ursula Schmenger "zu den erfahrensten Regisseuren des Kinderfernsehens" der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). So steht es im von Eberhard Berger und Joachim Giera herausgegebenen Band "77 Märchenfilme. Ein Filmführer für jung und alt" (1990). In Schmengers Filmografie finden sich viele Märchenfilme, die allesamt für den Deutschen Fernsehfunk entstanden sind und von "Die Regentrude" (1976) über "Die zertanzten Schuhe" (1977) bis zu "Rapunzel oder Der Zauber der Tränen" (1988) reichen. Bereits 1973 entstand der Fernsehfilm "Ninotschka sucht den Frühling", der märchenhafte Züge trägt, aber kein Märchenfilm, sondern vielmehr nach Motiven eines Kinderbuchs von E. Zjurupa entstanden ist.
Märchenhafte Winterlandschaft
Märchenhaft ist bereits die Landschaft, in der Schmenger die von ihr selbst verfasste Handlung spielen lässt. Gedreht wurde in Štrbské Pleso in der Hohen Tatra in der Slowakei und das mitten im Winter. Dementsprechend schneebehangen sind die Tannen, und der von Jürgen Frohriep gespielte Kurgast reist nicht wie geplant mit dem Autobus, sondern mit dem Pferdeschlitten an. Eine Szene, die auch aus einem Märchen stammen könnte.
Die Geschichte selbst ist durchaus originell und versprüht einen kindlichen Charme; in erster Linie durch die großartige Catrin Hennig in der Titelrolle der Ninotschka. Schmenger erzählt und inszeniert allerdings auch so kindgerecht, dass ihr Film aus heutiger Sicht, also jetzt, wo er mehr als 50 Jahre nach seinem Entstehen erstmals ins Kino kommt, doch sehr einfach, langsam und spannungslos anmutet.
Fazit: "Ninotschka sucht den Frühling", ein Familienfilm aus dem Jahr 1973, hat bis heute nichts von seinem kindlichen Charme eingebüßt. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach seinem Entstehen machen sich allerdings das sehr gemächliche Erzähltempo und die simple Story bemerkbar.
In ihrer aktiven Zeit zählte die 1927 als Käthe-Ursula Becker geborene Ursula Schmenger "zu den erfahrensten Regisseuren des Kinderfernsehens" der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). So steht es im von Eberhard Berger und Joachim Giera herausgegebenen Band "77 Märchenfilme. Ein Filmführer für jung und alt" (1990). In Schmengers Filmografie finden sich viele Märchenfilme, die allesamt für den Deutschen Fernsehfunk entstanden sind und von "Die Regentrude" (1976) über "Die zertanzten Schuhe" (1977) bis zu "Rapunzel oder Der Zauber der Tränen" (1988) reichen. Bereits 1973 entstand der Fernsehfilm "Ninotschka sucht den Frühling", der märchenhafte Züge trägt, aber kein Märchenfilm, sondern vielmehr nach Motiven eines Kinderbuchs von E. Zjurupa entstanden ist.
Märchenhafte Winterlandschaft
Märchenhaft ist bereits die Landschaft, in der Schmenger die von ihr selbst verfasste Handlung spielen lässt. Gedreht wurde in Štrbské Pleso in der Hohen Tatra in der Slowakei und das mitten im Winter. Dementsprechend schneebehangen sind die Tannen, und der von Jürgen Frohriep gespielte Kurgast reist nicht wie geplant mit dem Autobus, sondern mit dem Pferdeschlitten an. Eine Szene, die auch aus einem Märchen stammen könnte.
Die Geschichte selbst ist durchaus originell und versprüht einen kindlichen Charme; in erster Linie durch die großartige Catrin Hennig in der Titelrolle der Ninotschka. Schmenger erzählt und inszeniert allerdings auch so kindgerecht, dass ihr Film aus heutiger Sicht, also jetzt, wo er mehr als 50 Jahre nach seinem Entstehen erstmals ins Kino kommt, doch sehr einfach, langsam und spannungslos anmutet.
Fazit: "Ninotschka sucht den Frühling", ein Familienfilm aus dem Jahr 1973, hat bis heute nichts von seinem kindlichen Charme eingebüßt. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach seinem Entstehen machen sich allerdings das sehr gemächliche Erzähltempo und die simple Story bemerkbar.
Falk Straub
TrailerAlle "Ninotschka sucht den Frühling"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Ninotschka sucht den Frühling"
Land: DDRJahr: 1973
Genre: TV-Film
Länge: 73 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 20.03.2025
Regie: Ursula Schmanger
Darsteller: Catrin Hennig als Ninotschka, Andreas Schlarmann als Waljerka, Jürgen Frohriep als Major, Harry Hindemith als Onkel Timofei, Ingrid Föhr als Schwester Lusja
Kamera: Hans-Jürgen Kruse, Otto Merz
Verleih: Der Filmverleih GmbH