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Meine letzte Nacht mit einem Vampir (2023)
La morsure
Coming-of-Age-Film: Zwei Freundinnen besuchen heimlich eine nächtliche Party – und erleben Düsteres.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung :
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Frankreich im Jahre 1967: Die besten Freundinnen Françoise (Léonie Dahan-Lamort) und Delphine (Lilith Grasmug) sind auf einem Internat, an dem religiöse Strenge herrscht. Als Françoise in der Nacht auf Aschermittwoch einen heftigen Albtraum hat, in dem sie "wie Jeanne D'Arc" verbrennt, will sie noch eine (vermeintlich) letzte aufregende Nacht erleben. Die beiden Schülerinnen stehlen sich davon, um eine Kostümparty zu besuchen. Dort begegnet Françoise dem introvertierten Christophe (Maxime Rohart), der behauptet, ein echter Vampir zu sein.
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Filmkritik
"Meine letzte Nacht mit einem Vampir": Das ist keine Verkleidung
Der Franzose Romain de Saint-Blanquat präsentiert mit "Meine letzte Nacht mit einem Vampir" sein Langfilm-Debüt als Drehbuchautor und Regisseur. Seinen Einstieg in die Branche hatte er bei diversen Projekten in der Ausstattungsabteilung. Das nötige Gespür für stimmiges Produktionsdesign ist nun auch seiner Inszenierung deutlich anzumerken. Mit großer Liebe zum Detail lässt das Werk an das (Genre-)Kino der 1960er Jahre denken – also an jene Ära, in der die Story angesiedelt ist.
"Ich bin ein Vampir"
Die poetische Gothic-Atmosphäre, die der Filmemacher gemeinsam mit seinem Kameramann Martin Roux erzeugt, ist bereits in den Eröffnungspassagen von "Meine letzte Nacht mit einem Vampir" sehr eindrücklich, wenn wir die strenge Internatswelt kennenlernen, in der sich die adoleszenten Protagonistinnen Françoise und Delphine befinden. Dies setzt sich ebenso spannend fort, wenn die beiden engen Freundinnen die Schule des Nachts heimlich verlassen, um auf einer Kostümparty wild zu feiern, zu tanzen und zu flirten. Auch ein dunkler Wald wird gekonnt als Kulisse genutzt.
Die Verbindung von typischen Coming-of-Age-Motiven und Grusel-Elementen, wie sie in Klassikern wie "Carrie – Des Satans jüngste Tochter" (1976) von Brian De Palma oder in aktuelleren Beiträgen wie "The Witch" (2015) von Robert Eggers präsentiert wird, gelingt hier abermals gut. Das Sixties-Setting mutet zudem glaubhaft an und erschöpft sich nicht in ironischem Retro-Feeling.
Einfühlsam gespielt
Die zwei Hauptdarstellerinnen Léonie Dahan-Lamort und Lilith Grasmug ("Tandem - In welcher Sprache träumst du?") verkörpern ihre Rollen mit spürbarer Hingabe; ihre tolle Chemie miteinander macht die Freundschaft zwischen Françoise und Delphine zum Kern der Geschichte. Doch auch Maxime Rohart als vampirisches Love Interest überzeugt.
Fazit: Ein zärtlicher, schwarzromantischer Film über das Erwachsenwerden mit edlem Look und lyrischen Momenten.
Der Franzose Romain de Saint-Blanquat präsentiert mit "Meine letzte Nacht mit einem Vampir" sein Langfilm-Debüt als Drehbuchautor und Regisseur. Seinen Einstieg in die Branche hatte er bei diversen Projekten in der Ausstattungsabteilung. Das nötige Gespür für stimmiges Produktionsdesign ist nun auch seiner Inszenierung deutlich anzumerken. Mit großer Liebe zum Detail lässt das Werk an das (Genre-)Kino der 1960er Jahre denken – also an jene Ära, in der die Story angesiedelt ist.
"Ich bin ein Vampir"
Die poetische Gothic-Atmosphäre, die der Filmemacher gemeinsam mit seinem Kameramann Martin Roux erzeugt, ist bereits in den Eröffnungspassagen von "Meine letzte Nacht mit einem Vampir" sehr eindrücklich, wenn wir die strenge Internatswelt kennenlernen, in der sich die adoleszenten Protagonistinnen Françoise und Delphine befinden. Dies setzt sich ebenso spannend fort, wenn die beiden engen Freundinnen die Schule des Nachts heimlich verlassen, um auf einer Kostümparty wild zu feiern, zu tanzen und zu flirten. Auch ein dunkler Wald wird gekonnt als Kulisse genutzt.
Die Verbindung von typischen Coming-of-Age-Motiven und Grusel-Elementen, wie sie in Klassikern wie "Carrie – Des Satans jüngste Tochter" (1976) von Brian De Palma oder in aktuelleren Beiträgen wie "The Witch" (2015) von Robert Eggers präsentiert wird, gelingt hier abermals gut. Das Sixties-Setting mutet zudem glaubhaft an und erschöpft sich nicht in ironischem Retro-Feeling.
Einfühlsam gespielt
Die zwei Hauptdarstellerinnen Léonie Dahan-Lamort und Lilith Grasmug ("Tandem - In welcher Sprache träumst du?") verkörpern ihre Rollen mit spürbarer Hingabe; ihre tolle Chemie miteinander macht die Freundschaft zwischen Françoise und Delphine zum Kern der Geschichte. Doch auch Maxime Rohart als vampirisches Love Interest überzeugt.
Fazit: Ein zärtlicher, schwarzromantischer Film über das Erwachsenwerden mit edlem Look und lyrischen Momenten.
Andreas Köhnemann
TrailerAlle "Meine letzte Nacht mit einem Vampir"-Trailer anzeigen

Besetzung & Crew von "Meine letzte Nacht mit einem Vampir"
Land: FrankreichJahr: 2023
Genre: Drama, Horror, Mystery
Originaltitel: La morsure
Länge: 78 Minuten
Kinostart: 03.04.2025
Regie: Romain de Saint-Blanquat
Darsteller: Léonie Dahan-Lamort als Françoise Berthaud, Lilith Grasmug als Delphine Rivière, Maxime Rohart als Christophe, Cyril Metzger als Daniel Lebrun, Fred Blin als Maurice
Kamera: Martin Roux
Verleih: W-Film