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Das Licht (2023)

The Light

Drama: Eine neue Haushälterin aus Syrien sorgt für Veränderungen in einer Berliner Familie.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse 2.6 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 10 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Das Ehepaar Milena (Nicolette Krebitz) und Tim Engels (Lars Eidinger) lebt mit den gemeinsamen jugendlichen Zwillingen Frieda (Elke Biesendorfer) und Jon (Julius Gause) in Berlin. Zudem wohnt noch Milenas kleiner Sohn Dio (Elyas Eldridge), der aus einer Affäre mit Godfrey (Toby Onwumere) stammt, jede zweite Woche bei ihnen. Als die syrische Immigrantin Farrah (Tala Al-Deen) als neue Haushälterin bei der Familie zu arbeiten beginnt, scheint sie eine Mission zu verfolgen.

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Das LichtDas Licht - v.l.n.r.: Tom Tykwer, Nicolette Krebitz...ingerDas LichtDas LichtDas LichtDas Licht - Tala al Deen

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelm??iggutweltklasse4 / 5

"Das Licht": Chaos und Überwältigung

Der 1965 in Wuppertal geborene Drehbuchautor und Regisseur Tom Tykwer hat schon oft bewiesen, dass er uns mit seinen Werken atemberaubende Kinoerfahrungen bescheren kann, von "Die tödliche Maria" (1993) über "Lola rennt" (1998) bis hin zu "Drei" (2010). Nach diversen internationalen Filmen (etwa "Ein Hologramm für den König") und ambitionierten Fernsehproduktionen (insbesondere "Babylon Berlin") kehrt er nun für "Das Licht" in die zeitgenössische deutsche Hauptstadt zurück, um (wie üblich) von großen Themen und von vielen Emotionen zu erzählen.

Ein fast dreistündiger Rausch

Tykwers neue Arbeit umfasst eine Laufzeit von 162 Minuten. Es geht um das Schicksal einer syrischen Immigrantin und um die Frage, was mit ihren Angehörigen geschehen ist. Zudem wird das dysfunktionale Treiben in einer gut situierten Berliner (Patchwork-)Familie geschildert. Es gibt rauschhafte Bilder, die den Alltag und die Gleichzeitigkeit von Ereignissen einfangen.

Hinzu kommen Musical-Einlagen, Animationen und Fantasy-Elemente. Die Gefühle der Figuren kochen hoch – Traurigkeit, Wut, Enttäuschung, Erschöpfung, Überforderung. Wir reisen mit der dauergestressten Milena von Kenia nach Deutschland und wieder zurück; wir sind mit Milenas Ehemann Tim im hippen Agenturbüro, mit der Tochter Frieda im Club und mit dem Sohn Jon in VR-Universen. Alle leben hier in ihrem jeweils eigenen Kosmos – und wir werden überall hineingeworfen.

Ein Top-Cast

Diese Lust am Spiel mit audiovisuellen Gestaltungsmöglichkeiten sorgt für eine einnehmende Sichtung – auch dank des Ensembles, das sich voll und ganz darauf einlässt. Lars Eidinger ("Sterben") und Nicolette Krebitz ("Bandits") verkörpern ihre bewusst nicht durchweg sympathischen Rollen als Eheleute in der Krise mit reichlich Verve; Tala Al-Deen liefert eine einfühlsame und zunächst enigmatische Performance. Und Karl Markovics ("Die Fälscher") demonstriert in einer einzigen Szene eindrücklich, wie viel Leben und Tragikomik einem Nebenpart verliehen werden kann.

Fazit: Eine kreativ umgesetzte und hervorragend gespielte Familiengeschichte, die unbedingt auf der Leinwand geschaut werden sollte.




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Besetzung & Crew von "Das Licht"

Land: Deutschland
Jahr: 2023
Genre: Drama
Originaltitel: The Light
Länge: 162 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 20.03.2025
Regie: Tom Tykwer
Darsteller: Lars Eidinger, Nicolette Krebitz, Michael Ihnow als Tänzer, Marius Biegai als Adam, Elyas Eldridge als Dio
Kamera: Christian Almesberger
Verleih: X Verleih

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